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Hochdruckspüler winterfest machen: Frostschutz schon ab plus vier Grad
Die Betriebsanleitung für Hochdruckplungerpumpen von Pratissoli hat einen eigenen Abschnitt zur Wartung bei Frostgefahr. In der Überschrift steht eine Zahl, die viele überrascht: ab plus vier Grad und darunter, nicht erst ab null.
Das Thermometer zeigt am Abend also noch Plusgrade, wenn die Pumpe schon geschützt sein sollte. Und das Wetter in Norddeutschland springt im Spätherbst gern über Nacht um ein paar Grad.
Was Frost in der Pumpe anrichtet
Wasser dehnt sich beim Gefrieren um rund neun Prozent aus. In einem offenen Eimer ist das egal, in einem geschlossenen Pumpenkopf nicht. Das Eis drückt von innen gegen alles, was Wasser führt: Pumpenkörper, Ventile, Manometer, Leitungen. Was dabei reißt, merken Sie oft erst am nächsten Morgen, wenn die Anlage keinen Druck aufbaut.
Dann steht das Fahrzeug, und aus einer Viertelstunde Vorsorge am Vorabend ist eine Werkstattrechnung geworden.
Entleeren, ausblasen, Frostschutz
Für die Pumpe beschreibt die Pratissoli-Anleitung einen klaren Ablauf. Wasserzufuhr unterbrechen, Entleerungsventile öffnen und die Pumpe so lange laufen lassen, bis kein Wasser mehr im Pumpenkörper steht. Damit das zuverlässig klappt, empfiehlt der Hersteller Entwässerungshähne an der tiefsten Stelle von Saug- und Druckleitung.
Manche Aufbauer bauen dafür eine pneumatische Restwasserentleerung ein, die Pumpe und Leitungen mit Druckluft ausbläst. Ein Detail aus derselben Anleitung wird dabei gern vergessen: Nach dem Ausblasen muss die Druckluft wieder vom Anschluss.
Die Haspel verdient dieselbe Aufmerksamkeit. Auf der Trommel liegen oft viele Meter Schlauch, und in jedem Meter steht nach dem Einsatz noch Wasser. Wer nur die Pumpe entleert, schützt das Herz der Anlage und lässt den Schlauch im Frost liegen.
Der niederländische Hersteller Rioned rüstet seine Hochdruckmaschinen mit Frostschutzventilen aus und empfiehlt, bei Frost jeden Tag nach dem Einsatz Frostschutzmittel durch das System zirkulieren zu lassen. Viele andere Marken haben nach Angaben von Rioned ebenfalls solche Ventile.
Welcher Weg für Ihren Aufbau der richtige ist, steht in dessen Betriebsanleitung. Bei KaRo Einbauten helfen wir Ihnen gern dabei, sie richtig zu lesen.
Frostschutzmittel gehört nicht in den Kanal
Das ist eine kleine Ironie des Berufs. Sie spülen täglich Kanäle frei, und ausgerechnet das Frostschutzmittel aus der eigenen Anlage darf dort nicht hinein. Fangen Sie es beim Entleeren im Frühjahr auf und geben Sie es bei der Schadstoffannahme ab, statt es beim ersten Spülgang in den nächsten Schacht zu drücken.
Was wir im Herbst für Sie tun
Wir sind Vertragswerkstatt für KaRo und reparieren Hochdruckeinbauten, wenn der Frost doch schneller war. Besser ist der umgekehrte Weg: Legen Sie die jährliche Wartung in den Herbst. Dann sehen wir uns Entleerung, Ventile und Frostschutz an, solange es noch warm genug ist, und die DGUV-Prüfung erledigen wir im selben Termin.
Ansprechpartner für Hochdrucktechnik ist bei uns Mario Hackel. Rufen Sie an unter 0451 / 8 999 334 und sagen Sie, welcher Aufbau kommt. Schreiben Sie uns gerne auch an info@kommunaltechnik-segler.de. Schläuche, Düsen und Ersatzteile für den Winter finden Sie in unserem Lieferprogramm.